Messekurier Musterausgabe 2023

8 9 Rubrikentitel Rubrikentitel Integrated Energy Digital Energy auf der HANNOVER MESSE text & Bild: Deutsche Messe Messegelände, 30521 Hannover Ob in der industriellen Produktion, ob im Gebäudebereich oder in der Mobilität: Die Digitalisierung hat im Bereich Energiemanagement noch nicht das bewegt, was potenziell in ihr steckt. Welche weiteren Potenziale gehoben werden können, um durch digitale Prozesse am Ende Energie, Ressourcen und Kosten zu sparen, diskutieren Experten vom 1. bis zum 5. April auf der HANNOVER MESSE. Das Zentrum der Digital Energy befindet sich in Halle 12. Dort präsentieren innovative Unternehmen aus Deutschland und aller Welt, wie die Digitalisierung die gesamte Energiewirtschaft verändern wird. Ein zentrales Thema ist das Rollout der Smart-Meter, das in Deutschland mittlerweile an Fahrt gewinnt. Dass es ohne den Einbau der digitalen Zähler in Sachen Energieeffizienz nicht vorangeht, unterstreicht Hans-Jürgen Schmitt, Geschäftsführer von PCVue Solutions und stellvertretend für viele Branchen-Insider. “Die Gebäudeautomatisierung und damit die gesamte Energietechnik können nur dann wirklich funktionieren, wenn alle Netzzähler die Verbrauchsstände auch digital übermitteln können und dadurch ein effizientes Energiemanagement gewinnbringend möglich wird”, erklärt Schmitt eines der Nadelöhre der Digitalisierung. Dabei ist die Technik längst in der Lage, den Stromverbrauch eines jeden Gerätes, ob nun im Privathaushalt oder in großen öffentlichen Gebäuden oder in der Industrie zu messen. Solche Stromzähler hat beispielweise die B+G E-Tech GmbH aus Lauchhammer in verschiedenen Varianten im Angebot. “Die Nachfrage wächst, unsere Kunden reichen vom Endverbraucher bis zur Industrie”, erklärt Geschäftsführer Mathias Bruchholz. Die steigende Nachfrage erklärt er sich damit, dass das Energiebewusstsein offenbar gestiegen ist. Viele Kunden nutzen inzwischen die Chancen der Energiereduzierung. Auch Werner Derlet, Produktmanager des Softwareherstellers FlowChief GmbH aus Fürth sieht eine höhere Sensibilität für energieeffizientes Handeln. So entwickelt FlowChief im Austausch mit Ingenieurbüros angepasste Energiemanagement-Systeme für Unternehmen beispielsweise in der Chemie oder in der Abwasseraufbereitung. Auf der diesjährigenHANNOVER MESSE präsentiert das fränkische Unternehmen am Digital Energy Gemeinschaftstand seinen so genannten “e-Gem”, eine direkt im Browser abrufbare Energiemanagement-Software. Diese ermöglicht dem Nutzer die volle Transparenz über seine Energieverbräuche - egal wo er sich aufhält. Allerdings gibt es auf vielen Ebenen noch Nachholbedarf. Das gilt zum Beispiel für die öffentliche Hand und deren großen Gebäudebestand. “Unsere Kunden identifizieren durch unsere Software Energieeinsparpotenzial von fünf bis zu 30 Prozent ohne den Klimakomfort dadurch zu reduzieren”, verspricht Stefan S. Hindrichs, Geschäftsführer von synavisionGmbH , einem Anbieter von Software für intelligente Überwachung von Automationsfunktionen der Gebäudetechnik aus Bielefeld. Einsparungen von einem Drittel der Energiekosten klingen verlockend. Hindrichs ergänzt aber: “Um eine bessere Energieeffizienz im Gebäudebestand tatsächlich zu erreichen, benötigen wir die Präzision digitaler Werkzeuge und Prozesse von der Planung bis in den Betrieb.” Rechtzeitiges Planen und langfristige Planungssicherheit spielten auch beim Betrieb und beim Ausbau der Stromnetze eine wichtige Rolle. In Zeiten ständig steigender Einspeisung von Strom aus Sonne, Wind, Wasser und Biogas stehe auch die Qualität des Stroms auf dem Prüfstand. Darauf weist Daniel Fierus-Beyer vom Aussteller PQ Plus GmbH hin, der unter anderem zur Überprüfung der Netzqualität mehrkanalige Messgeräte anbietet. Aber nicht nur die Zunahme der volatilengrünenEnergien, sondern auch die Sektorenkoppelung stellt die Energiebranche vor große Aufgaben. “Plötzlich hat ein Wohngebiet durch das nächtliche Auftanken von E-Autos einen Strombedarf wie ein Industriegebiet”, beobachtet Geschäftsführer Fierus-Beyer eine sich ändernde Energielandschaft. Wie eng Industrie, Netze, Gebäude, erneuerbare Energien und eben auch Mobilität durch die Digitalisierung zusammenwachsen werden, verdeutlichen weitere Aussteller imDigital Energy Aussstellungsbereich wie Athion GmbH, econ solutions GmbH , GreenPocket GmbH oder auch die TQ-Systems GmbH, die nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wieder in Halle 12 dabei sein wird. “Wir legen diesmal den Fokus auf intelligentes Lademanagement in Richtung E-Mobilität. Wir werden unsere Produktlösung präsentieren, mit der man Ladeinfrastruktur in Industrie und im Gewerbe verwirklichen kann. Zudem stellen wir unseren patentierten Energy Manager vor, der modulare Energieautomatisierung im Eigenheim ermöglicht”, verrät Jörg Jungbauer, Leiter der TQ-Automation im Vorfeld der kommenden HANNOVER MESSE. Auf der im Übrigen auch die Enapter GmbH ausstellen wird. Das Start-up-Unternehmen offeriert Elektrolyseure für den Endverbraucher. “Wir werden den bisherigen Wasserstoffmarkt mit kosteneffizienten und einfachen Techniken neu aufmischen”, geht Marketing-Leiterin Vaitea Cowan schon mal in die Offensive. Kein Zweifel: Es kommt Bewegung in eine sich weiter digitalisierende und sich erneuernde Energiewelt. Digital Energy at HANNOVER MESSE Many sectors – industrial production, building systems and mobility, to name but a few – have yet to achieve the full benefits that digitization of energy management can offer. From 1 to 5 April, experts will gather at HANNOVER MESSE to discuss the areas andways inwhich digital processes can be further leveraged to conserve energy and resources and reduce costs. The upcoming HANNOVER MESSE will again feature a special Digital Energy showcase in Hall 12, where innovative companies from around the world will present ideas and solutions for digitizing the entire energy sector. A key focus will be on smartmeters, particularly Germany’s nationwide rollout, which is currently gathering pace. Nationwide rollout of smart, digital electricity meters is fundamental to further efficiency gains and, indeed, to the energy transition. Hans-Jürgen Schmitt, CEO of PCVue Solutions , explains: “Building automation systems and indeed the electric power systemas a whole cannot work properly unless all electricity meters are capable of transmitting their consumption readings digitally, because only then is it possible to achieve efficient, profitable energy management.” Smartmeters are the all-important ‘last mile’ in energy system digitization. The smart meter technology itself has been around for quite some time and is capable of measuring the electricity consumption of any device in any setting, be it in the home, in large public buildings or in factory halls. And there are many providers, including, for example, Germany’s B+G E-Tech GmbH , which offers a whole range of meter types. “Demand is growing, and our clientele is very diverse, ranging from end consumers to industrials,” says CEO Mathias Bruchholz. He believes the increasing demand is due to heightened energy awareness, with many customers now pursuing the benefits of reduced energy consumption. This view is echoed by Werner Derlet, a product manager with the German software provider FlowChief GmbH . He has noticed a greater awareness of energy efficiency. Working closely with engineering firms, FlowChief develops customized energy management systems for companies in a range of industries, including chemicals and wastewater treatment. FlowChief will be showcasing its “e-Gem” product at the Digital Energy pavilion at this year’s HANNOVERMESSE. e-Gem is an energy management software application that can be accessed via browser, enabling users to keep tabs on all aspects of their energy consumption from any location. While awareness of energy efficiency is growing, many sectors of society still have some catching-up to do. This is certainly true of Germany’s public sector and its extensive building portfolio. “Using our software, our customers are discovering they can reduce their energy consumption by 5 to 30 percent without any drop in climate control performance and comfort,” says Stefan S. Hindrichs, CEO of synavisionGmbH,aproviderofsoftwareforthe intelligent monitoring of automation functions in technical building systems. But while energy cost savings of up to a third sound promising, Hindrichs adds a word of caution: “To actually achieve better energy efficiency in buildings, we need the precision of digital tools and processes at all stages, from building planning, right the way through to operation.” Daniel Fierus-Beyer, CEO of PQ Plus GmbH, another Digital Energy exhibitor, notes that timely planning and long-term planning certainty are also important when it comes to operating and upgrading power grids. The same is true, he says, of electricity quality, especially now that power grids are receiving ever greater in-feeds from solar, wind, hydro and biogas. Based in Germany, PQ Plus GmbH specializes in energy management, providing a wide range of solutions, including multichannel meters for monitoring and verifying grid quality. Fierus-Beyer explains that the growth in fluctuating green in-feeds is not the only problem for power grids. Sector coupling is also a challenge: “More andmore people are charging their electric cars overnight, so next thing you know, residential areas will be looking more like industrial zones in terms of electricity demands.” This phenomenon – the convergence of industrial manufacturing, power grids, renewable energy and mobility as a result of digitization – will also feature at the showcases of many other exhibitors at the Digital Energy display, including Athion GmbH , econ solutions GmbH and GreenPocket GmbH. TQ-Systems GmbH will also be there, back after its successful debut last year. “This year, our showcase will focus on intelligent charging management in electric mobility,” explains Jörg Jungbauer, head of TQ’s Automation division. “We will be presenting a solution for achieving charging infrastructure in industrial and commercial settings. We’ll also be presenting our patented Energy Manager, which puts modular energy automation in the hands of home owners.” Enapter GmbH will also be exhibiting at Digital Energy. Enapter, a start-up, offers electrolyzers for end consumers. “We’ll be disrupting the hydrogen market with our affordable and simple-touse technologies,” says Marketing Director Vaitea Cowan. With all of these exhibitors and solutions in store at the upcoming HANNOVER MESSE, it’s clear there’s a lot happening in today’s increasingly digital and renewable energy sector. »Multifunktionale Nutzungen gehören ebenso zum Gestaltungskonzept wie die Inneneinrichtung«

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