Messekurier Musterausgabe 2023

26 27 Rubrikentitel Rubrikentitel Innovation n Weniger Material bedeutet weniger Gewicht. 3D-Druckverfahren ermöglichen die Herstellung von Bauteilen, deren Form und innerer Aufbau frei gestaltet werden kann. Kombiniert mit Franke Drahtwälzlagern entstehen auf diese Weise die leichtesten Drehverbindungen auf demMarkt. Gekonnter Leichtbau bedeutet, überall dort Material wegzulassen, wo es nicht gebraucht wird. Traditionelle Leichtbaulager von Franke setzen genau hier an. Das Funktionsprinzip der Franke Drahtwälzlager bietet eine große Bandbreite an Möglichkeiten, individuell auf den Anwendungsfall zugeschnittene Leichtbaulager zu konstruieren. Drahtwälzlager werden aus gehärtetem Stahl gefertigt und sorgen in nahezu jedem umschließenden Material für die erforderliche Steifigkeit und Präzision des Lagers. 3D-Druck mischt die Karten neu Beim 3D-Druck werden Objekte schichtweise aus Metallpartikeln aufgebaut. Durch den schichtweisen Aufbau der Teile ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Gestaltung. Innere Wabenstrukturen, veränderliche Wandstärken und sogar ein Mix in der Beschaffenheit des Materials sind möglich. Leichtbaulager aus dem 3D-Drucker wiegen bis zu 90% weniger als vergleichbare Stahllager. Flexibel und Leistungsfähig – nicht nur auf dem Papier Was in der Theorie vielversprechend klingt, muss in der Praxis erst einmal verifiziert werden. Hierzu werden Prototypen angefertigt, die dann umfangreichen Tests unterzogen werden. So können bereits in der Entwicklungsphase die richtigen Parameter gesetzt werden. Ausrüster von Rettungshelikoptern baut auf Franke-Technologie bei Leichtbaulagern Ein Einsatzfall für ein Drahtwälzlager mit umschließenden Teilen aus dem 3D-Drucker ist die Lagerung einer Patientenliege in einem Rettungshelikopter. Die Liege sollte schwenkbar gelagert werden, um das Ein- und Ausladen des Patienten zu erleichtern. Hier punktet das Speziallager durch extrem geringes Gewicht und durch seine Unempfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen und Vibrationen. Berechnungen hatten ergeben, dass ein 3D-gedrucktes Lager lediglich 700g auf die Waage bringen würde. Zusammen mit einem auf 3D-Druck spezialisierten Unternehmen wurde die Geometrie des Lagers entworfen und der Druck realisiert. Trotz des geringen Gewichts weist die Drehverbindung aus 3D-Druck die gleiche Belastbarkeit auf wie eine herkömmliche Drehverbindung aus Aluminium. Weitere Anwendungen finden sich überall, wo es auf geringes Gewicht ankommt oder die Antriebsenergie reduziert werden soll. Weitere Informationen: www.leichtbaulager.de Leichtbaulager aus dem 3D-Drucker 3D-Druck revolutioniert die Herstellung 1 Leichtbaulager mit Gehäuseteilen aus dem 3D-Drucker und integriertem Drahtwälzlager 2 Gewichtsvergleich einer vergleichbaren Drehverbindung aus unterschiedlichen Werkstoffen und Produktionsverfahren Halle 16, Stand F18 Der dänische Hersteller Universal Robots (UR), Pionier und Marktführer im Bereich der kollaborativen Robotik, präsentiert auf der weltgrößten Investitionsgütermesse flexible Automatisierungslösungen für Unternehmen aller Betriebsgrößen (Halle 17, Stand D 24). Die benutzerfreundlichen, mannigfaltig einsetzbaren und kostengünstigen Roboterarme von UR ebnen heute nicht nur Industriekonzernen, sondern auch kleinen und mittleren Unternehmen den Weg in die teilautomatisierte Produktion. Anhand anschaulicher Praxisbeispiele erfahren die Besucher, wie industrielle Fertigungsprozesse mit ihrer Hilfe zukunftsfest gestaltet und individuell an die Bedürfnisse von Kunden und Mitarbeitern angepasst werden können. Jüngste Roboter-Generation mit verbesserten Funktionen Der Ausstellungsstand von UR gliedert sich in die vier Bereiche Maschinenbestückung, Montage, Verpacken und Palettieren sowie Werkstoffbearbeitung und gewährt spannende Einblicke in eine Spitzentechnologie, die die Automatisierung der Industrie demokratisiert hat. Im Fokus steht dabei die e-Series von UR, die 2019 zum ersten Mal auf der Hannover Messe präsentiert wird. Die jüngste Roboter-Generation von UR ist von TÜV Nord gemäß ISO 10218-1 zertifiziert. Ihre Sicherheitsfunktionen werden als Kategorie 3 PLd gemäß ISO 138491 eingestuft. Sie erfüllt damit die neuesten ISO-Sicherheitsnormen und überzeugt durch eine noch größere Vielfalt an Anwendungen und eine einfachere Programmierung. Ein integrierter Kraft-Momenten-Sensor und eine neu gestaltete Benutzeroberfläche ermöglichen ein präziseres und intuitiveres Arbeiten. Welche Herausforderungen sich mit den Robotern von UR bewältigen lassen, können die Besucher in praxisnahen Vorführungen erleben. So arbeiten bei der „Taschenlampen-Applikation“ gleich drei Roboterarme vom Modell UR3e zusammen und überreichen den Gästen eine vor Ort gravierte Taschenlampe. Beim 3D Bin Picking hingegen, der Königsdisziplin der Robotik, entnimmt ein mit einem Bildverarbeitungssystem ausgestatteter Roboter Objekte aus einem Behälter, in dem sie ungeordnet durcheinanderliegen. Schulungskonzept „UR Academy“ wird ausgeweitet „Mithilfe unserer Roboter möchten wir Automatisierungslösungen möglichst vielen Betrieben zugänglich machen“, erklärt Helmut Schmid, General Manager Western Europe und Geschäftsführer der Universal Robots (Germany) GmbH. „Damit auch ungeübte Anwender unsere Roboter selbstständig programmieren können, haben wir mit der Universal Robots Academy ein virtuelles Klassenzimmer geschaffen. Dieses Konzept möchten wir noch weiter ausbauen und werden auf der Hannover Messe auch eine Neuheit diesbezüglich präsentieren.“ Die e-Series von Universal Robots 3D-Druck revolutioniert die Herstellung Innovationen WIRELESS MULTITOUCH Bedienfreiheit neu definiert WIRELESS DATENÜBERTRAGUNG Das lange Kabel fällt weg – Sie verfügen über maximale Bedienfreiheit direkt vor Ort MULTITOUCH SORGT FÜR KOMFORT Das moderne Bedienpanel ist mit einem 10,1 Zoll projiziert-kapazitiven Touchscreen sowie EDGE2-Technology Prozessor ausgestattet und spricht OPC UA SAFETY-FUNKTIONEN ÜBER WLAN Aktiv-leuchtender Not-Halt-Taster, Schlüssel- schalter und Zustimmtaster sind integriert www.sigmatek-automation.com Stand F82 Halle 9 text: Deutsche Messe Messegelände 30521 Hannover germany Reale und virtuelle Welt zusammenzubringen – das ist die Grundidee von Industrie 4.0. Oder etwas weniger abstrakt: Industrie 4.0 verlangt die Verschmelzung von Produktion und Automation mit IT. Die HANNOVER MESSE 2019 zeigt, wie Vernetzung, Integration und Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen funktioniert. Für Anwender und Einkäufer bietet die Weltleitmesse der Industrie vom 1. bis 5. April das ganze Spektrum von Lösungssystemen für intelligente Fertigungsabläufe und Produktionstechnologien. Noch vor wenigen Jahren waren es zwei klar getrennte Bereiche: Automation auf der einen Seite, IT auf der anderen. Die Grenzen hat die digitale Transformation der Industrie jedoch verschwimmen lassen. Die großen Automatisierer und die großen Maschinenbauer sind als Pioniere in die Digitalisierungwelt vorgedrungen. Und auch andersherum haben Softwarekonzerne ihr Interesse für die Industrie entdeckt. „Auch auf der HANNOVER MESSE wachsen die Bereiche Automation und IT immer weiter zusammen“, sagt Arno Reich, Global Director IAMD und Digital Factory im Team der HANNOVER MESSE. „Mit dem Leitthema ‚Industrial Intelligence‘ stellt die HANNOVER MESSE 2019 zum einen die digitale Vernetzung von Menschen und Maschinen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz in den Mittelpunkt. Zum anderen macht sie deutlich, wo dieses Wissen entsteht: auf Plattformen nämlich, die Menschen, Maschinen und Daten in Austausch bringen.“ Industrie 4.0 funktioniert nur über eine enge Kooperation von IT und Automation. Dass dies nicht reibungslos geht, liegt auf der Hand. „Die zentrale Herausforderung liegt im gegenseitigen Verstehen“, sagt Rainer Glatz, Geschäftsführer im VDMA Elektrische Automation sowie Software und Digitalisierung. „Es treffen unterschiedliche Sprachwelten, Disziplinen und Organisationseinheiten aufeinander, was häufig zu Missverständnissen, gegenläufigen Interessen oder unnötigem Wettbewerb führt.“ Wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit aussehen kann, zeigen mittlerweile zahlreiche Beispiele. Adamos etwa, die IIoT-Plattform für den Maschinen- und Anlagenbau in Kooperation mit der Software AG. Dort werden Maschinendaten unterschiedlicher Hersteller aggregiert, um gemeinsam Smart Services für die Kunden zu entwickeln. Den Fokus auf Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen richten ABB und IBM mit ihrer strategischen Partnerschaft. Auch die HANNOVER MESSE setzt 2019 auf die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für Industrielösungen. Die Messe stellt 2019 „Industrial Intelligence“ als Leitthema in den Mittelpunkt. Partners in Industry 4.0 I ndustry 4.0 is about bringing the real and virtual worlds together. In other words, Industry 4.0 means making industry intelligent and integrated by fusing production and automation with IT. HANNOVER MESSE reveals how smart integration can yield major benefits by means of cross-disciplinary collaboration. At HANNOVER MESSE 2019, which runs from 1 to 5 April, users and buyers of industrial technology will be able to survey all the latest and emerging solutions for intelligent manufacturing. Not so long ago, industrial automation and IT were two separate spheres with little or no overlap. Fast forward to the present, and digitization has blurred these boundaries almost beyond recognition. Today, the world’s leading providers of automation technology and production machinery have morphed into pioneers of digital transformation, while the big software providers have diversified into solutions for industrial manufacturing. “The convergence of automation and IT now sweeping across industry is of course also reflected at HANNOVER MESSE,” says Arno Reich, Global Director IAMD and Digital Factory as members of the HANNOVER MESSE family. “With its chosen lead theme of “Industrial Intelligence”, HANNOVER MESSE 2019 is not only putting the spotlight on digitally enabled collaboration between people and machines in today’s age of artificial intelligence, but also revealing the source of the necessary expertise, namely platforms that build bridges between people, machines and data.” “Implementing Industry 4.0 hinges on close cooperation between IT and automation. Naturally, things don’t always go smoothly. The main challenge is getting the two disciplines to understand each other,” explains Rainer Glatz, director of the Electrical Automation and Software & Digitalization associations within the German Engineering Federation (VDMA), adding: “They speak in different tongues and have different organizational make-ups and approaches, leading to frequent misunderstandings, conflicts of interest and needless competition at their points of intersection.” That said, there are countless examples of successful collaboration. One of these is Adamos: an IIoT alliance between various plant and machinery providers and software company Software AG. The alliance aggregates machine data from the various participating manufacturers in order to develop smart services for customers. Similarly, ABB and IBM have embarked on a strategic partnership for artificial Intelligence. AI and its growing importance for industry feature very prominently at HANNOVER MESSE – hence the “Industrial Intelligence” component of the lead theme for its 2019 showcase. Automation und IT: Partner in Sachen Industrie 4.0

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